Star­ker Selbst­wert – Stark in der Kri­se

Eine Kri­se hat Deutsch­land und den Rest der Welt fest im Griff, eine Kri­se, die wir uns nur weni­ge Wochen zuvor nicht haben träu­men las­sen. Auf­trä­ge wer­den stor­niert, Laden­ge­schäf­te müs­sen schlie­ßen und die meis­ten Mit­ar­bei­ter wur­den nach Hau­se geschickt, um vom Home­of­fice aus zu arbei­ten – ohne Rück­sicht dar­auf, ob das von den häus­li­chen Gege­ben­hei­ten her mög­lich ist oder nicht. Das Früh­jahr 2020 zeigt: Es muss irgend­wie mög­lich sein.

Doch gera­de bei den­je­ni­gen, die ohne­hin ein schlech­tes Selbst­wert­ge­fühl haben, könn­te sich die Home­of­fice-Zeit auf meh­re­ren Ebe­nen nega­tiv aus­wir­ken – vor allem auf die Leis­tungs­fä­hig­keit. Vie­le brau­chen die Bestä­ti­gung durch die Kol­le­gen und Vor­ge­setz­ten. Ande­re brau­chen genaue Vor­ga­ben, bis wann was zu erle­di­gen ist. Und so man­cher kann mit der neu gewon­ne­nen Frei­heit womög­lich gar nicht umge­hen und ver­sucht, es allen glei­cher­ma­ßen recht zu machen: dem Arbeit­ge­ber, den Kin­dern, dem Part­ner etc. – und ver­zet­telt sich dadurch gänz­lich.

Ein wei­te­res The­ma, wel­ches sich beson­ders bei Men­schen mit einem schlech­ten Selbst­wert­ge­fühl zeigt, sind Ängs­te und Selbst­zwei­fel: Bin ich gut genug? Leis­te ich genug? Was ist, wenn ich nächs­ten Monat ent­las­sen wer­de? Angst blo­ckiert! Angst hemmt die Moti­va­ti­on, Krea­ti­vi­tät und die Ener­gie. Die Schaf­fens­kraft wird gehemmt. Gera­de aus die­sem Grun­de soll­ten Unter­neh­men stets Mög­lich­kei­ten schaf­fen, damit sowohl Mit­ar­bei­ter als auch Füh­rungs­kräf­te ein gesun­des Selbst­wert­ge­fühl von innen her­aus auf­bau­en kön­nen.

Was meint von innen her­aus? Die meis­ten Selbst­wert­trai­ner geben Tipps wie:

Schrei­be ein Erfolgs­ta­ge­buch. Fra­ge ande­re, wel­che tol­len Eigen­schaf­ten sie an dir sehen. Sag dir stets selbst, dass du wun­der­bar bist. Doch mal Hand auf´s Herz: wie gut funk­tio­niert das wirk­lich?

Oft habe ich schon von Men­schen Sät­ze wie die fol­gen­den gehört:

  • Als ich arbeits­los wur­de, da brach mein Selbst­wert­ge­fühl in sich zusam­men.
  • Als ich merk­te, dass ich betro­gen wur­de, da hat­te ich kein Selbst­ver­trau­en mehr.
  • Als ich mein Geld ver­lor, da ver­lor ich gleich­zei­tig mein Selbst­be­wusst­sein.

Geschich­ten wie die­se gibt es vie­le.

War­um ver­lie­ren Men­schen plötz­lich ihr Selbst­ver­trau­en oder ihr Selbst­be­wusst­sein?
So etwas kann nur pas­sie­ren, wenn die­ses ledig­lich auf­grund von Äußer­lich­kei­ten, wie Sta­tus, Geld, Titel, Erfol­ge etc. auf­ge­baut wur­de. Für mich ist es wie ein Leucht­turm, der von außen ange­strahlt wird.
Wenn das Licht im Außen aus­geht, dann bleibt vom Leucht­turm nicht viel mehr übrig als ein Hau­fen alter Stei­ne, die nicht mehr strah­len.
Gera­de des­we­gen soll­te nach und nach ein Selbst­wert­ge­fühl von innen her­aus auf­ge­baut wer­den. Das ist manch­mal har­te, jah­re­lan­ge Arbeit, aber es funk­tio­niert.
Dafür braucht es jedoch mehr als die oben genann­ten Tech­ni­ken. Es braucht Geduld und Zeit, um an den inne­ren Antrei­bern und Ver­hin­de­rern zu arbei­ten.
Solan­ge das Min­der­wer­tig­keits­ge­fühl im Unter­be­wusst­sein stär­ker ist, als all die posi­ti­ven Din­ge, die wir unse­rem Bewusst­sein durch ein Erfolgs­ta­ge­buch etc. geben, solan­ge ist das ver­meint­lich auf­ge­bau­te Selbst­wert­ge­fühl maro­de.

Wel­che ande­ren Mög­lich­kei­ten haben Sie also? Wel­che Übun­gen kön­nen hel­fen, ein trag­fä­hi­ges Selbst­wert­ge­fühl von innen her­aus auf­zu­bau­en? Und wor­an erken­nen Sie über­haupt, ob Sie ein gesun­des Selbst­wert­ge­fühl haben? Wenn Sie die Beschrei­bung der drei Selbst­wert-Man­gel­ty­pen und ein paar Bei­spiel­übun­gen kos­ten­frei erhal­ten wol­len, dann schrei­ben Sie mir eine Mail an dl@danielalandgraf.com.
Ger­ne sen­de ich Ihnen dann kos­ten­frei das E‑Book „Star­ker Selbst­wert – Star­kes Unter­neh­men“ zu.

Das The­ma Selbst­wert war natür­lich schon vor Coro­na ein wich­ti­ges The­ma, denn wenn sowohl Füh­rungs­kräf­te als auch Mit­ar­bei­ter ein gesun­des Selbst­wert­ge­fühl von innen her­aus haben, wirkt sich die­ses posi­tiv auf den Umgang mit­ein­an­der, auf die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Kun­den und letz­ten Endes auch auf den Umsatz und somit auf den Erfolg eines Unter­neh­mens aus.

Men­schen mit einem gesun­den Selbst­wert­ge­fühl…

  • füh­len sich in der Regel weni­ger schnell ange­grif­fen, da Kri­tik nicht als Angriff auf die eige­ne Per­son ange­se­hen, son­dern als das gese­hen wird, was es meis­tens ist: ein Vor­schlag zur Ver­bes­se­rung oder Ver­än­de­rung einer Situa­ti­on
  • kön­nen dadurch für sich selbst abwä­gen, ob und wel­che Punk­te einer Kri­tik sie anneh­men wol­len oder nicht
  • gehen wert­schät­zen­der mit­ein­an­der um, weil sie sich nicht so schnell ange­grif­fen füh­len. Sie kön­nen dadurch sach­li­cher und wert­schät­zen­der über die Punk­te spre­chen
  • ver­trau­en in Ver­kaufs- oder Bera­tungs­ge­sprä­chen auf die Fak­to­ren „Mensch und Sym­pa­thie“. Sie müs­sen nicht nur über die Zah­len, Daten und Fak­ten ver­kau­fen. Dadurch sind sie häu­fig wesent­lich erfolg­rei­cher, als die­je­ni­gen, die über den Preis oder über sons­ti­ge Rah­men­da­ten argu­men­tie­ren
  • spre­chen auf Augen­hö­he mit­ein­an­der
  • zie­hen ande­re Men­schen auf­grund ihrer Aus­strah­lung in den Bann
  • haben eine gute Prä­senz und wir­ken oft cha­ris­ma­tisch

Gera­de in Kri­sen­zei­ten zeigt sich zudem, dass sich Men­schen mit einem gesun­den Selbst­wert­ge­fühl nicht zu sehr von den nega­ti­ven Nach­rich­ten beein­träch­ti­gen las­sen. Sie blei­ben in ihrer Kraft und fin­den Lösun­gen, statt dar­über zu jam­mern, wie schlecht aktu­ell alles ist. Rasend schnell wer­den Prä­senz­tref­fen auf Online­mee­tings umge­stellt. Neue krea­ti­ve Ideen ent­ste­hen, wie man sei­ne Kun­den errei­chen kann und wie man trotz Kri­se wei­ter­hin sein Geld ver­die­nen kann.

Men­schen mit einem gesun­den Selbst­wert­ge­fühl las­sen sich nicht von der Angst läh­men, son­dern packen gera­de in die­ser Zeit ganz beson­ders an. Sie küm­mern sich um ihre Bestands­kun­den und ver­su­chen Neu­kun­den mit krea­ti­ven, neu­en Lösun­gen zu errei­chen.

Natür­lich sind auch Men­schen mit einem gesun­den Selbst­wert­ge­fühl kei­ne Maschi­nen. Wenn Gefüh­le da sind, dann dür­fen sie sein. Der Unter­schied ist jedoch, dass sie sich nicht all­zu lan­ge von den nega­ti­ven Gefüh­len und Ängs­ten blo­ckie­ren las­sen.

Was hel­fen kann, wenn man sich zwi­schen­durch mal kraft- und ener­gie­los fühlt? Hier mei­ne fünf Top-Tipps, um auch in schwie­ri­gen Zei­ten sei­ne Stär­ke wie­der­zu­fin­den und die Ener­gie für Neu­es zu ent­wi­ckeln:

  1. Wenn einen nega­ti­ve Gefüh­le zu über­wäl­ti­gen dro­hen, den Blick auf das rich­ten, wofür man dank­bar ist – viel­leicht der Job, die Fami­lie, das Wohn­um­feld, die Haus­tie­re, was auch immer.
  2. Wenn sich das Gefühl ein­stellt, gera­de nicht genug zu leis­ten, ein­fach auf­schrei­ben, was seit gestern/ vorgestern/ seit einer Woche alles bewäl­tigt wur­de
  3. Wer total blo­ckiert ist, soll­te bewusst eine Pau­se ein­le­gen und zum Bei­spiel in die Natur gehen, medi­tie­ren oder drei Mal die Trep­pe rauf und run­ter jog­gen (falls wegen Qua­ran­tä­ne oder Aus­gangs­sper­re kein Raus­ge­hen mög­lich ist).
  4. Etwas total Unge­wöhn­li­ches machen: Zum Bei­spiel ein paar Topf­blu­men kau­fen und drau­ßen irgend­wo ein­pflan­zen (bit­te nicht auf einem Pri­vat­grund­stück oder irgend­wo, wo es ver­bo­ten ist). Das hat einen Drei­fach-Effekt: Man ist für einen Moment mit etwas völ­lig ande­rem abge­lenkt (wer nicht gera­de Gärt­ner ist und sich immer mit Blu­men beschäf­tigt), ist aktiv und tut etwas Sinn­vol­les, weil sich bei­spiels­wei­se ande­re eben­so an den Blu­men erfreu­en kön­nen. Ver­rück­te Ideen zu ent­wi­ckeln, för­dert übri­gens die Krea­ti­vi­tät – auch im beruf­li­chen Umfeld
  5. Einen Zeit­plan machen: Wer mit sich selbst ver­ein­bart, in wel­cher Zeit er was leis­ten will, kann sich auch bewusst und ohne schlech­tes Gewis­sen „Lod­der­zeit“ erlau­ben.

Ein gesun­der Selbst­wert soll­te gera­de jetzt nicht dem Zufall über­las­sen wer­den. Denn er ist nicht nur ein ent­schei­den­der Erfolgs­fak­tor im Busi­ness, son­dern auch eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung, um gestärkt aus einer Kri­se her­aus­zu­kom­men und Kraft für Neu­es zu fin­den.

Zur Autorin:

Danie­la Land­graf, gebo­ren 1972, ist erfolg­rei­che Key­note-Spea­ke­rin, Trai­ne­rin, Autorin und Coach. Als Kind der Finanz­bran­che war sie die­ser fast 25 Jah­re lang treu – als Bera­te­rin, Ver­triebs­lei­te­rin, Dozen­tin, Trai­ne­rin, Coach und als IHK-Prü­fe­rin. Sie kann auf zahl­rei­che Qua­li­fi­ka­tio­nen bli­cken, z.B. Finanz­fach­wir­tin (IHK), Betriebs­wir­tin, Per­so­nal Coach (IHK), Train the Trai­ner (IHK), Heil­prak­ti­ke­rin für Psy­cho­the­ra­pie, Pro­fes­sio­nal Spea­ker GSA (SHB) und vie­le ande­re. Seit eini­gen Jah­ren coacht sie auch Füh­rungs­kräf­te und Mit­ar­bei­ter aus ande­ren Bran­chen und steht mit ihren Impuls­vor­trä­gen regel­mä­ßig auf der Büh­ne. Sie ist Autorin meh­re­rer Bücher, unter ande­rem von: „Raus aus der Kri­se – Rein ins Leben. Der Weg zur men­ta­len inne­ren Stär­ke“ (Jün­ger Medi­en Ver­lag, Juli 2019) und „Selbst­wert ist Geld wert. Doch was bist Du Dir wert?“ (Jün­ger Medi­en Ver­lag, Dezem­ber 2018)

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