Ralf Schlott­mann

Frei­heit ist dein Geburtsrecht

Ich bin davon über­zeugt, dass jeder Mensch es ver­dient, ein frei­es und selbst­be­stimm­tes Leben zu füh­ren. Lei­der ste­hen dem oft­mals alte Glau­bens­sät­ze, Über­zeu­gun­gen, Blo­cka­den und antrai­nier­te Mus­ter entgegen.

Doch wie sind die­se über­haupt auf­zu­de­cken? Aus mei­ner Sicht her­aus ist das eine der schwie­rigs­ten Auf­ga­ben, der du dich stel­len kannst, denn es geht nicht ohne die abso­lu­te Ehr­lich­keit zu dir selbst. Ehr­lich­keit zu sich selbst ist also der ers­te Schritt, um ein frei­es und selbst­be­stimm­tes Leben zu füh­ren. Der Augen­blick, in dem du eine mög­li­che Selbst­lü­ge oder Blo­cka­de ent­larvst, ist der Moment, in dem du los­las­sen und dei­ne Glau­bens­sät­ze, Über­zeu­gun­gen, Wün­sche neu sor­tie­ren kannst. Ehr­lich­keit zu sich selbst ist auch der Schlüs­sel im Umgang mit ande­ren Men­schen. Wovon redet der da? – ist eine mög­li­che Fra­ge, die dir viel­leicht gera­de durch den Kopf geht.

Was hat denn Ehr­lich­keit zu sich selbst mit Frei­heit zu tun?

Ich bin Vater von vier Kin­dern. Fami­lie und Frei­heit sind zwei mei­ner wich­tigs­ten Wer­te. Das in Kom­bi­na­ti­on mit den täg­li­chen Ver­pflich­tun­gen in einem Pro­duk­ti­ons­be­trieb ließ viel Raum für Kon­flik­te, vor allem für inne­re. Ich woll­te wis­sen, wo die­se Kon­flik­te her­ka­men – war­um ich so tick­te, wie ich eben tick­te und in bestimm­ten Situa­tio­nen immer wie­der in die glei­chen Mus­ter verfiel.

Das war für mich der Tur­bo in mei­ner Entwicklung.

Ich selbst habe im Hyp­no-Coa­ching gelernt, mei­ne eige­nen Lügen zu ent­tar­nen, mei­ne Blo­cka­den zu iden­ti­fi­zie­ren und zu lösen. Mir war gar nicht bewusst, in wie vie­len All­tags­si­tua­tio­nen ich mir etwas vor­mach­te und mich durch klei­ne Schwin­de­lei­en mir selbst gegen­über durch den Tag mogel­te. Mir war auch nicht klar, wie oft durch mein Han­deln mein wich­tigs­ter Wert Frei­heit ver­letzt wur­de und dass mei­ne Reak­ti­on dar­auf in mei­ner Kind­heit geprägt wur­de. All dies konn­te in der Arbeit mit mei­nem Hyp­no-Coach auf­ge­deckt wer­den. Das war für mich der Tur­bo in mei­ner Ent­wick­lung. Seit­dem fügt sich ein Puz­zle­teil zum ande­ren, weiß ich Selbst­für­sor­ge zu schät­zen. Selbst­ver­ant­wor­tung ist kei­ne Wort­hül­se mehr und ich bli­cke mit ein wenig Weh­mut zurück auf das, was ich alles ver­passt habe. Die­se Erkennt­nis­se sind inzwi­schen mein größ­ter Antreiber.

Mitt­ler­wei­le muss ich über mich selbst schmun­zeln, wenn mal wie­der so ein altes Mus­ter auf­taucht und ver­sucht, mich nach Strich und Faden zu belü­gen und aus­zu­trick­sen. Ich spü­re das inner­halb weni­ger Augen­bli­cke und kann dann für mich Lösun­gen und Wege fin­den, mei­ne Frei­heit zu leben.

Fünf.

Die Zahl fünf hat für mich hier eine gro­ße Bedeu­tung. Aus mei­ner Sicht her­aus füh­ren die Wege zu Frei­heit und Selbst­be­stim­mung ers­tens über die fünf Lebens­be­rei­che und deren gleich­mä­ßi­ge Beach­tung und zwei­tens über die fünf Schrit­te zur Ver­än­de­rung, die not­wen­dig sind, um fast jeden Glau­bens­satz lang­fris­tig zu verändern.

Viel­leicht kennst du das? Du baust gera­de dein Unter­neh­men auf, hast einen neu­en Job oder arbei­test an einer Beför­de­rung und schon gera­ten Frei­zeit, Gesund­heit, Freun­de und Fami­lie ins Hin­ter­tref­fen. Und der­je­ni­ge, der am meis­ten dar­un­ter lei­det, bist du selbst. Mir ging es genau­so. Ich hat­te mich schlicht­weg selbst aus den Augen ver­lo­ren. Seit mir das klar war, habe ich an einer Lösung, einem Kon­zept gear­bei­tet. Ich hat­te schon vie­le Sys­te­me von ande­ren aus­pro­biert. Eini­ge waren zu kom­pli­ziert, bei ande­ren fehl­ten mir Din­ge oder sie waren zu sehr ver­ein­facht, sodass ich das Gefühl hat­te, es fehlt etwas Elementares.

Ich habe Stück für Stück mein eige­nes Tool entwickelt.

Ein Sys­tem, – obwohl ich den Begriff im Zusam­men­hang mit Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung nicht mag – das mir hilft, mei­ne Lebens­be­rei­che, Wer­te und Zie­le im Blick zu hal­ten. Der ers­te Bereich »Geist & See­le« hilft mir, mei­ne Wer­te, mein Glau­bens­sys­tem, mei­ne per­sön­li­che Ent­wick­lung und mein Unter­be­wuss­tes im Blick zu hal­ten. Er ist mein Leit­stern. Dann gibt es die bei­den Fun­da­ment­säu­len »Beruf & Lebens­sinn« und »Kör­per & Gesund­heit«, die mir hel­fen, die Grund­vor­aus­set­zun­gen für ein gelin­gen­des Leben zu schaffen.

Die­se Drei­tei­lung sorgt für eine gesun­de und sta­bi­le Basis, qua­si die Grund­ele­men­te mei­nes Seins. Doch für ein erfüll­tes Leben braucht es noch zwei wei­te­re Lebens­be­rei­che. »Sozia­les Mit­ein­an­der« ist die Grund­vor­aus­set­zung, denn als Mensch sind wir ein sozia­les Wesen und damit wir die nöti­ge Sozi­al­kom­pe­tenz auf­bau­en kön­nen, bedarf es auch hier des nöti­gen Invests. Und zu guter Letzt braucht es für mei­nen inne­ren Aus­gleich und für mei­nen inne­ren Aben­teu­rer den Lebens­be­reich »Balan­ce & Frei­heit«. Ein Bereich, der ger­ne ver­nach­läs­sigt wird. Denn in die­sem Bereich geht es fast aus­schließ­lich um mei­ne eige­nen Bedürfnisse.

Der Schmie­de­stern sym­bo­li­siert die fünf Lebens­be­rei­che und ist der ulti­ma­ti­ve Dreh- und Angel­punkt mei­ner Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung, das Alpha und Ome­ga sozu­sa­gen. Ziel ist es, lang­fris­tig gese­hen jeden Lebens­be­reich glei­cher­ma­ßen im Blick zu hal­ten und zu bedie­nen. So ent­steht ins­ge­samt ein frei­es, erfüll­tes und glück­li­ches Leben. Alle Ver­än­de­rungs­pro­zes­se knüp­fen hier­an an.

Die fünf Schrit­te der Ver­än­de­rung sind »Erkennt­nis – Den­ken – Han­deln – Füh­len – Mani­fes­tie­ren« und ich möch­te sie hier ein­mal anhand einer Geschich­te vorstellen.

Kennst du das Pechvogel-Syndrom?

Ich ließ mich frü­her vom Radio wecken. Das heißt, ich hat­te kei­nen Ein­fluss dar­auf, wel­che Musik mir mor­gens als ers­tes ans Ohr drang. Wenn also zu die­ser Zeit das Lied »Tage wie die­se« von den Toten Hosen im Radio lief, sprang ich sofort aus dem Bett und mach­te schnellst­mög­lich das Radio aus. Ein Tag, der mit die­sem Song begann, kann nur Schei­ße wer­den… eigent­lich moch­te ich den Song – doch irgend­wie – na ja, egal … Also Tage, die mit die­sem Song began­nen, wur­den garan­tiert schreck­lich. Und tat­säch­lich, genau das pas­sier­te. Ein Miss­ge­schick jag­te das ande­re, eine Kata­stro­phe die nächs­te, den gan­zen Tag lang. Es ent­wi­ckel­te sich zu einer abso­lu­ten Para­noia. Eines Mor­gens ent­schloss ich mich, dass der Song kei­nen schlech­ten Ein­fluss mehr auf mein Leben haben soll­te (Erkennt­nis). Ich war es leid, aus dem Bett zu sprin­gen und mög­lichst inner­halb der ers­ten drei Tak­te den Song aus­zu­schal­ten (Den­ken). Und sie­he da, ich ver­hielt mich, als hät­te ich die­sen Song heu­te nicht gehört (Han­deln) und der Tag war wun­der­bar, ohne nega­ti­ve Vor­komm­nis­se (Füh­len). Ich hat­te dem Glau­bens­satz die Macht genom­men und noch am glei­chen Tag alle fünf Schrit­te der Ver­än­de­rung durch­lau­fen (Mani­fes­tie­ren). Wundervoll.

Was machst du also mit sol­chen Glau­bens­sät­zen wie: »Ich kann das nicht …«, »Ich kann nicht kochen …«, »Ich bin unsport­lich …«, »Ich hab zwei lin­ke Hän­de …?« – Mit den fünf Ele­men­ten der Ver­än­de­rung kannst du eine neue Lebens­si­tua­ti­on schaffen.

Hier kom­me ich wie­der an den Anfang mei­nes Tex­tes. Frei­heit ist dein Geburts­recht und wir haben oft­mals nur ver­lernt, wie wir dahin kom­men. Ich habe es mir mitt­ler­wei­le zur Auf­ga­be gemacht, Men­schen zu ermög­li­chen, sich wie­der­zu­fin­den, die Ehr­lich­keit zu sich selbst wie­der zu ent­de­cken und so ihrer Frei­heit wie­der ein Stück näher­zu­kom­men. 2020/21 hat uns mehr Fra­gen als Ant­wor­ten gelie­fert. Vie­le von uns muss­ten sich Fra­gen stel­len, die sie nie erwar­tet hät­ten. Es ist an der Zeit, nicht nur zu wis­sen, was zu tun ist, son­dern es end­lich auch zu TUN! Im Schmie­de-Club beglei­ten wir Men­schen dabei, sich ihrer Per­sön­lich­keit bewusst zu wer­den, ihre Lebens­be­rei­che zu ach­ten, Res­sour­cen zu ent­de­cken und über sich hin­aus­zu­wach­sen. Der Schmie­de-Club ist die Online-Lern­platt­form, die dich end­lich ins TUN bringt. Die indi­vi­du­el­le Betreu­ung ein­zel­ner Grup­pen und Teams gehört genau­so dazu, wie die Abge­schlos­sen­heit inner­halb einer Abtei­lung, eines Unter­neh­mens oder der Füh­rungs­ebe­ne. Im Schmie­de-Club kann ein gan­zes Team über sich hin­aus­wach­sen und damit ein Unter­neh­men mas­siv stär­ken. Manch­mal braucht es auch eine Start­hil­fe und dazu die­nen unse­re Leucht­turm-Retre­ats, die wir u. a. für Unternehmer/Unternehmerpaare anbie­ten und die es ab Herbst auch für Teams aus Unter­neh­men gibt. Infos zum Schmie­de-Club und zu unse­ren Retre­ats fin­dest du auf der Website.

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