Kolum­ne von René Borbonus

Das Black­out-White­pa­per

Ein Black­out ist das per­sön­li­che Hor­ror­sze­na­rio vie­ler Red­ner. Doch die wenigs­ten Black­outs ver­der­ben tat­säch­lich die Rede. Wer vor­be­rei­tet ist, muss einen Aus­set­zer nicht mehr fürch­ten – und kann im bes­ten Fall sogar noch einen Vor­teil dar­aus zie­hen. Hier sind drei Mög­lich­kei­ten, wie Sie reagie­ren kön­nen, wenn es Sie wirk­lich mal erwischt.

Not­fall-Stra­te­gie 1: Den Black­out als Pau­se insze­nie­ren

Ob Sie es glau­ben oder nicht: Sie haben viel Zeit, um auf einen Black­out zu reagie­ren. Das Publi­kum dage­gen gera­de nichts anders vor. Eine Unter­bre­chung von bis zu drei Sekun­den wird nicht ein­mal als Aus­set­zer wahr­ge­nom­men, son­dern als wir­kungs­vol­ler Akzent. Klei­ne Pau­sen sind der Freund des Red­ners – und drei Sekun­den sind län­ger, als man meint. Schau­en Sie ins Publi­kum, den­ken Sie nach und machen Sie unge­rührt wei­ter, wenn Sie den Faden wiederfinden. 

Not­fall-Stra­te­gie 2: Aufs Kurz­zeit­ge­dächt­nis zurück­grei­fen

Wenn der rote Faden auch nach die­ser kur­zen Pau­se nicht wie­der­kom­men will, grei­fen Sie auf Ihr Kurz­zeit­ge­dächt­nis zurück. Das ist von Emo­tio­nen wie Angst oder Sor­ge näm­lich weit­ge­hend unbe­ein­flusst. Es weiß noch, was Sie Ihren Zuhö­rern bis­her erzählt haben. Nut­zen Sie die­sen Umstand für eine klei­ne Zusam­men­fas­sung: »Noch ein­mal die drei wich­tigs­ten Punk­te bis­her.“ Zum einen wird auch bei die­ser Metho­de der Black­out im bes­ten Fall gar nicht als sol­cher wahr­ge­nom­men. Zum ande­ren führt die Wie­der­ho­lung meis­tens dazu, dass du dei­nen roten Faden wiederfindest. 

Not­fall-Stra­te­gie 3: Mit Humor Sym­pa­thie-Punk­te sam­meln

Wenn auch die klei­ne Schlei­fe nichts nützt, bleibt immer noch Humor. Legen Sie sich eine wit­zi­ge Bemer­kung zurecht, die Sie sym­pa­thisch wir­ken lässt.« Selbst­iro­nie kommt fast immer gut. Phil Cass bei­spiels­wei­se sag­te mal nach eini­gen Sekun­den Stil­le, weil er nicht wei­ter­wuss­te: »Pst! Gott spricht zu mir!« Auch Ter­ry Paul­son hat­te einen Spruch parat: »Manch­mal bedeu­tet Schwei­gen sehr viel … aber nicht die­ses Mal.« Als Tony King ein­mal den Faden ver­lo­ren hat­te, frag­te er die Zuhö­rer ein­fach: »Hat jemand Noti­zen gemacht?« 

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