Gute Lau­ne (Lachen) in schwie­ri­gen Zei­ten – geht das?

Ja – und ich wün­sche mir, dass auch die Skep­ti­ker zumin­dest dar­über nachdenken.
Und war­um? Wei Lachen dei­ne Welt und die der ande­ren schö­ner, freund­li­cher und lebens­wer­ter macht. Denn es macht auch was mit dei­ner Angst.
Mei­ne gro­ße Enkel­toch­ter, damals 5, war mit mir in einem Hoch­seil­gar­ten. An einer für sie in dem Moment schwie­ri­gen Stel­le hat­te sie gro­ße Angst und ich brauch­te, unter ihr ste­hend sehr viel gutes Zure­den und so eini­ge Tricks, damit sie die­se Hür­de über­wand. Eine zwei­te Run­de war noch drin. Und ich gab mein Bes­tes. Du musst wis­sen, dass ich sowie­so immer die ver­rück­te Omi bin. Wir scherz­ten und lach­ten und auf ein­mal war sie, ohne mit der Wim­per zu zucken, über das Hin­der­nis gelau­fen und hat­te es nicht ein­mal bemerkt.
Erst als ich sie dar­auf auf­merk­sam mach­te, staun­te sie und wir stell­ten ein­hel­lig fest „Die Angst haut vor dem Lachen ab.“ Das ist bis heu­te, sie wird 12, unser geflü­gel­tes Wort und oft sehr hilfreich.
Kli­nik-Clowns gehen in Kin­der­kli­ni­ken und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen weil Lachen und Humor über­aus posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf den All­ge­mein- und Gesund­heits­zu­stand haben und Hei­lungs­pro­zes­se fördern.
Auch Joa­chim Rin­gel­natz wuss­te schon „Humor ist der Knopf, der ver­hin­dert, dass uns der Kra­gen platzt.“ Dir fällt ganz sicher die eine oder ande­re Situa­ti­on ein, die eska­liert war. Dann mach­te irgend­ei­ner eine Bemer­kung und alle bra­chen in ein befrei­en­des Geläch­ter aus. Wo war das Pro­blem geblieben?

Und wie funk­tio­niert das jetzt?
Du lachst und dein Gehirn braut Dir einen Glücks­hor­mon­cock­tail. Und wäh­rend wir lachen, den­ken wir nicht. Pro­bie­re es aus! Kurz mal nicht nach­ge­dacht – ZACK – glücklich. ☺
Denn meist sind es die eige­nen Gedan­ken, das Gedan­ken­ka­rus­sell, das aus einer Mücke einen Ele­fan­ten macht.
Apro­pos Ele­fant: Ich war auf dem Weg zum Kun­den. Das letz­te Stück zu Fuß. Auf ein­mal merk­te ich, wie mir etwas auf den Kopf tropft und dann warm über Stirn und Nase lief. Nun kann ich mich ärgern und so Sät­ze den­ken wie „Muss aus­ge­rech­net mir das pas­sie­ren?“, „Immer ich, hab ich ein Pech.“ So in etwa reagie­ren die meis­ten Men­schen – du natür­lich nicht. Aber stell dir mal vor du sagst statt­des­sen Fol­gen­des „Nur gut, dass Ele­fan­ten nicht flie­gen kön­nen“. Wie ist das, wenn du das so liest? Besser? ☺
Und natür­lich kann das nicht jeder und sofort in jeder Situa­ti­on. Weil die meis­ten es nicht gewohnt sind so zu den­ken. Sie bie­gen sofort auf ihre Kata­stro­phen­au­to­bahn ab – so nen­ne ich das Ding immer. Die wird viel befah­ren und ist des­halb schon 8‑spurig und tef­lon­be­schich­tet. In Bruch­tei­len von Sekun­den haben wir ihn wie­der, den Ele­fan­ten. Und mit die­ser dun­kel gefärb­ten Bril­le rennst du dann den Rest des Tages rum. Eine Kata­stro­phe am frü­hen Mor­gen und schon ist der gan­ze Tag ver­saut. Da reicht manch­mal schon ein Gedan­ke an einen Kollegen.
Oder stel­le dir mei­ne per­sön­li­che Lieb­lings­fra­ge: Wel­che Macht gibst Du ande­ren Men­schen und Situa­tio­nen über dei­ne Lebens- und Arbeitsfreude?
Übri­gens, Humor kann sogar trai­niert wer­den. In Kli­ni­ken für Pati­en­ten mit Depres­sio­nen und Angst­zu­stän­den wer­den sol­che Trai­nings ange­bo­ten. Und die Erfolgs­ra­ten sind signi­fi­kant hoch!

Wie sag­te Groucho Marx (Marx-Bro­thers) so schön: „Lachen ist wie ein Aspi­rin, es wirkt nur dop­pelt so schnell“. Durch Humor und Lachen baust du dei­nen Stress ab. Mit der Zeit ent­wi­ckelst du eine grö­ße­re inne­re Gelas­sen­heit, mehr Lebens­freu­de und Kreativität.

Hier mei­ne 5 ulti­ma­ti­ven Humor-Tipps
1. Wenn du jeman­den ohne ein Lächeln siehst, schen­ke ihm deins.
2. “Immer in Gedan­ken zu lächeln, erhält dem Gesicht die Jugend.” F. Burgess
3. Schau dir lus­ti­ge Fil­me, Comics oder Kaba­rett an, statt Kri­mis oder Nach­rich­ten in Dauerschleife.
4. Begin­ne eine Unter­hal­tung mit einem Lächeln.
5. Lächeln, Lächeln, …

 

Und denk immer daran:

„Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein ver­lo­re­ner Tag”

- Charles Chaplin

 

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Car­s­ta Strom­berg steht für „Ener­gie im Busi­ness“. Seit über 10 Jah­re arbei­tet sie als Trai­ner, Coach und Vor­trags­red­ner. Sie zeigt Men­schen, was sie tun kön­nen, damit deren per­sön­li­che Ener­gie­wen­de gelingt und der Akku nie­mals leer ist. Sie trai­niert Füh­rungs­kräf­te und Mit­ar­bei­ter zu The­men wie Füh­rung, Stress- und Ener­gie­ma­nage­ment sowie Gesund­heit. In Team- und Ein­zel­coa­chings beglei­tet sie die Men­schen auf dem Weg zu ihren Zie­len oder zur Lösung ihres Pro­blems. Car­s­ta Strom­berg – begeistern.berühren.beflügeln. Humor und Lachen sind dabei ihre stän­di­gen Begleiter.

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