Die perfekte Rede auf einer Firmen oder Jubiläums-Feier

Ken­nen Sie das? Sie sind auf einer Sil­ber­hoch­zeit, einem run­den Geburts­tag oder zu dem Dienst­ju­bi­lä­um eines Kol­le­gen ein­ge­la­den und jemand steht vor­ne und hält eine Rede, bei der Ihnen im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes die Gesichtszüge ein­schla­fen, weil es jemand „gut meint“, aber lei­der schlecht macht? Ein Chef, der kein geübter Red­ner ist und sich schlecht vor­be­rei­tet hat, ein Fami­li­en­mit­glied oder ein Freund, der sich dazu beru­fen fühlt etwas zu sagen. Das ken­nen wir doch alle. Wir sind tole­rant und zol­len dem­je­ni­gen danach Applaus, weil er/sie sich schließ­lich die Mühe gemacht hat, etwas Net­tes über die Person/en zu sagen und die­se zu ehren. Doch auch eine Jubi­lä­ums­re­de will gekonnt sein. Und wenn Sie nicht zu den­je­ni­gen gehö­ren wol­len, denen man nur den Höf­lich­keits-Applaus zollt, son­dern eine Rede hal­ten wol­len, die zu den High­lights der Ver­an­stal­tung gehört, dann soll­ten Sie wis­sen wor­auf Sie ach­ten müssen, um eine wirk­lich wert­vol­le und wert­schät­zen­de Jubi­lä­ums­re­de zu hal­ten. Eine gute und recht­zei­ti­ge Vor­be­rei­tung ist auch hier, wie bei allen Reden, der ers­te Schritt zu einem
guten Gelin­gen. Sam­meln Sie Ide­en und machen Sie sich Stich­punk­te. Fol­gen­der Fra­gen­ka­ta­log kann

Ihnen hier­bei als Gedankenstütze die­nen:

  • Für wel­chen Anlass soll die Rede sein?
  • Ist es ein/e Jubilar/in oder meh­re­re?
  • Habe ich per­sön­li­che Erfah­run­gen mit der/den Person/en?
  • Wel­che Infor­ma­tio­nen habe ich über die Person/en bereits und was fehlt mir noch?
  • Wer hat wei­te­re zuver­läs­si­ge Infos, Anek­do­ten, Schil­de­run­gen beson­de­rer Erleb­nis­se, etc.?
  • Was sagen ande­re über die Person/en?
  • Was zeich­net die Person/en cha­rak­ter­lich aus?
  • Gibt es etwas, das es beson­ders her­vor­zu­he­ben gilt?

Nach­dem Ihre Fra­gen durch Sie selbst und durch ande­re Per­so­nen beant­wor­tet wur­den, folgt der zwei­te Schritt: Struk­tur und Auf­bau der Rede. Nut­zen Sie die übliche Glie­de­rung bei jeder Form von Rede: Ein­lei­tung -> Span­nungs­bo­gen zur Kern­aus­sa­ge auf­bau­en -> Abschluss. Lei­ten Sie Ihre Rede bei­spiels­wei­se mit einem kur­zen Zitat, Gedicht o. ä. (das zum Anlass passt) ein und begrüßen Sie danach die zu ehrende/n Person/en und das Publi­kum. Oder begin­nen Sie direkt mit der Begrüßung, nen­nen Sie ein paar Zah­len, Daten und Fak­ten (z. B. aus dem Lebens­lauf, der gemein­sa­men Lebens­zeit der Jubi­la­re und/oder dem beruf­li­chen Wer­de­gang), ohne sich dabei im Detail zu ver­lie­ren. Nut­zen Sie die Pra­xis des Sto­ry­tel­lings, um das Publi­kum von Anfang an in den Bann zu zie­hen und Anek­do­ten und Ereig­nis­se span­nend zu ver­pa­cken und beson­de­re Ereig­nis­se, Leis­tun­gen, etc. her­vor­zu­he­ben. Schließ­lich geht es bei einer Jubi­lä­ums­re­de um die Würdigung und Wert­schät­zung der Person/en, die
im All­tag nicht sel­ten zu kurz kommt. Lei­ten Sie die Rede aus, indem Sie aus der Ver­gan­gen­heit in die Gegen­wart kom­men, eini­ge posi­ti­ve Eigen­schaf­ten benen­nen, ein „Dan­ke“ für Leis­tun­gen oder das Hier­sein aus­spre­chen und die Rede mit ein zwei per­sön­li­chen Sät­zen been­den. Beach­ten Sie einen wei­te­ren wich­ti­gen Aspekt, der Jubi­lä­ums­re­den von Reden, in denen Sie per­sön­lich eine Bot­schaft trans­por­tie­ren wol­len, unter­schei­det: nicht Sie ste­hen im Mit­tel­punkt, son­dern ande­re Per­so­nen.

  • Dar­auf soll­ten Sie unbe­dingt ach­ten:
  • den roten Faden nicht ver­lie­ren
  • den Kon­takt zu dem/den Jubilar/en und zum Publi­kum hal­ten
  • kur­ze und prä­gnan­te Sät­ze nut­zen
  • Inhal­te sinn­voll glie­dern und struk­tu­rie­ren
  • Inhal­te zum Schluss noch­mals auf Rich­tig­keit und Aus­sa­ge­kraft prüfen (Zah­len, Daten, Fak­ten, etc.)
  • Auf­lo­cke­rung durch eine humor­vol­le Dar­stel­lung beson­de­rer Sta­tio­nen im Leben oder bewe­gen­de
  • Dar­stel­lung berührender Momen­te

Doch den­ken Sie dar­an bei der Wort­wahl dar­auf zu ach­ten, ob Sie die Rede im pri­va­ten oder im beruf­lich-unter­neh­me­ri­schen Kon­text hal­ten.

Falls Sie die Rede frei vor­tra­gen wol­len, for­mu­lie­ren Sie die Rede trotz­dem vor­her aus. Das hilft beim Ein­prä­gen. Machen Sie sich zusätz­lich Stich­punk­te in chro­no­lo­gi­scher Rei­hen­fol­ge Ihres Rede­auf­baus und führen Sie die­se für alle (Aus)Fälle mit sich. Dann haben Sie auch den drit­ten und letz­ten Schritt zu einer gelin­gen­den Rede beher­zigt. Mit die­ser kur­zen Anlei­tung haben Sie das Werk­zeug, um auch Ihre Rede zu einem Höhe­punkt der Ver­an­stal­tung wer­den zu las­sen. Viel Erfolg!

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