Buch Schrei­ben leicht gemacht – Ulri­ke Luckmann

Ich behaup­te mal, wer ein Buch schreibt, braucht Mut. Es zu ver­öf­fent­li­chen ist wie eine Bühne zu betre­ten. Der Vor­hang geht auf und du stehst mit­ten im Ram­pen­licht. Du zeigst dich dem Publi­kum. Jedes dei­ner Wor­te ver­hallt im Audi­to­ri­um, erreicht die Ohren und Her­zen der Zuhö­rer. Sät­ze buh­len um Auf­merk­sam­keit, wol­len berühren oder inspi­rie­ren. Kein Wort kann zurückgenommen wer­den, auf der Bühne eben­so wenig wie in einem Buch.

Doch wel­cher pro­fes­sio­nel­le Spea­ker betritt unvor­be­rei­tet eine Bühne? Jedes Wort, jeder Satz ist bewusst gewählt, wur­de gefeilt und geschlif­fen. Eine gute Key­note ist kein Zufalls­pro­dukt, son­dern hat Struk­tur, Bot­schaf­ten und Impulse.

Ein gutes Buch auch.

So man­chen Spea­ker, Coach und Trai­ner erle­be ich unsi­cher: »War­um soll­te ich ein Buch schrei­ben? Was bringt mir das?« Da steht der Berg »Buch­pro­jekt« vor ihnen und sie wis­sen nicht, wie sie anfan­gen sol­len. Ihnen fehlt der Ansatz­punkt ihr Wis­sen in eine Struk­tur zu brin­gen. So man­cher schreibt ein­fach drauf los. Es gibt weni­ge bei denen das gut funk­tio­niert. Die ande­ren ver­hed­dern sich in ihrem eige­nen Wis­sen. Oft lan­den die­se ange­fan­ge­nen Manu­skrip­te auf mei­nem digi­ta­len Schreib­tisch. Ich soll sie rich­ten, um sie für einen Ver­lag attrak­tiv zu machen.

Bes­ser wäre, dem Buch vor­be­rei­tend eine Basis zu geben. In mei­ner Arbeit als Autoren­coach nen­ne ich es »ein Buch­kon­zept erstel­len«. Wel­che Schrit­te braucht es dafür? Fol­gen­de Punk­te erge­ben ein pro­fes­sio­nel­les Kon­zept als Grund­la­ge für den Buch­er­folg:

1. Ist dei­ne Posi­tio­nie­rung klar?

Wer bist du und wel­che Art der Exper­ti­se hast du? Kannst du dei­ne Posi­tio­nie­rung in ein paar weni­gen Sät­zen for­mu­lie­ren? Wofür stehst du?

 2. Was soll das Buch für dich im Markt erreichen?

Schreibst du es, um als Spea­ker Sicht­bar­keit zu gewin­nen? Dann soll­te sich das in dei­nem The­ma wider­spie­geln, leicht les­bar und gut ver­ständ­lich sein. Ziel ist es, Leser, poten­zi­el­le Kun­den und Medi­en davon zu überzeugen, Ver­trau­en in dein Wis­sen zu geben und ihre Auf­merk­sam­keit zu bekommen.

 3. Wen willst du mit dei­nem Buch erreichen?

Zahl­lo­se Autoren kom­men zu mir und glau­ben, dass ihr The­ma so span­nend ist, dass es doch alle Men­schen inter­es­sie­ren müsste. Nein, das tut es nicht. Jedes The­ma hat sei­ne eige­ne Leser­ziel­grup­pe. Die­se gilt es genau zu ana­ly­sie­ren, um nut­zen-ori­en­tiert schrei­ben zu können.

 4. Wel­che Her­aus­for­de­run­gen hat dein Leben und sucht dafür Lösungen?

Wer auf Ama­zon geht sucht gezielt ein Buch, um ein Pro­blem zu lösen oder einen spe­zi­el­len Infor­ma­ti­ons­be­darf zu stil­len. Bücherbummeln gibt es nur in Buch­lä­den, wenn man Zeit hat. Online gibt man Such­be­grif­fe ein, die bestimm­te Schmerz­punk­te wider­spie­geln. Mit die­sen Schmerz­punk­ten der Leser zu arbei­ten, erleich­tert die inhalt­li­che Kon­zep­ti­on.

 5. Wie begeg­nest du mit dei­nem Wis­sen den Schmerz­punkt dei­nes Lebens?

Nimm jeden Schmerz­punkt und stel­le dir die­sen als Fra­ge an dich nach einer Lösung vor. Die beant­wor­test du mit dei­nem Wis­sen. Die­ser Leser­nut­zen soll­te kon­kret sein, nicht abs­trakt oder schwam­mig. Dein Leser braucht das Gefühl, dass du ihn ver­stehst und er bei dir gut auf­ge­ho­ben ist. Bekommt er das, ist er an Board. Wenn nicht, legt er das Buch zur Sei­te und ist weg.

 6. Wie machst du eine Kapitelstruktur

Wich­tig ist, einen roten Faden und eine Dra­ma­tur­gie für den Inhalt zu fin­den. Schreibst du bei­spiels­wei­se über Per­sön­lich­keits­ent­wick­lungs­the­men könn­te das der Pro­zess der Trans­for­ma­ti­on sein, durch den du den Leser führst. Von Situa­ti­on »A = unglücklicher Schmerz­punkt« zur Situa­ti­on »B = erfolg­rei­che Lösung«. Das ist ein Weg von vie­len die Kapi­tel zu fin­den und dadurch Struk­tur zu bekommen.

Fazit: Je bes­ser die Basis und ent­spre­chen­de Vor­be­rei­tung, des­to ein­fa­cher ist es, ein Buch zu schrei­ben. Ist bei­des genau auf die eige­ne Posi­tio­nie­rung abge­stimmt, reflek­tiert es Kom­pe­tenz und Wis­sen. Spricht es eine defi­nier­te Leser­ziel­grup­pe auf ihre Schmerz­punk­te an, bie­tet es Leser­nut­zen. Damit machst du dich in dei­nem Markt und weit darüber hin­aus als Exper­te sicht­bar und gewinnst hohe Aufmerksamkeit.

Cookie Einstellungen

Diese Website verwendet Cookies, um die bestmögliche Funktionalität zu gewährleisten. Weiterlesen

Akzeptiere alle CookiesSpeichern